Die Idee Girlsday stammt aus den Vereinigten Staaten. Seit 1993 nehmen dort Erwachsene unter dem Motto "Take Our Daughters To Work" ihre Töchter, Nichten, Nachbarinnen, Patenkinder jeweils am letzten Donnerstag im April einen ganzen Tag lang mit an den Arbeitsplatz. Im Vorjahr beteiligten sich daran 56 Mio ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen und rund 19 Mio. Mädchen.
Warum findet der Girlsday statt?
Mädchen entscheiden sich bei ihrer Berufswahl immer noch sehr häufig für „typisch weibliche“ Berufsfelder und Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre
Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs. Der Girlsday bietet Einblicke in unterschiedlichste Berufsfelder,
dient als Orientierungshilfe und trägt dazu bei, die Lebens- und Berufswahlperspektiven von Mädchen zu erweitern. Durch persönliche Gespräche mit Beschäftigten können die Mädchen viele praktische
Erfahrungen sammeln.
Warum Mädchen?
54 % aller weiblichen Lehrlinge werden in nur 3 Lehrberufen ausgebildet, während die Burschen sehr viel mehr unterschiedliche Lehrberufe ergreifen. Auch auf der Uni
finden sich die meisten weiblichen Studentinnen bei den Geisteswissenschaften (65,7%), während in technischen Studiengängen Frauen nur zu 28% vertreten sind. Dieses Bild schlägt sich auch im
Erwerbsleben nieder, in den zukunftsträchtigen IT-Berufen sind in Österreich ca 5% Frauen beschäftigt.